Ich erinnere mich gern an Mamas warmen Kartoffelsalat. Der war so was von lecker und das Rezept hatte sie aus Hannover, (dort war sie als junges Mädchen in Stellung, heute nennt man das Hausangestellte) mitgebracht. Sieben Zutaten gehören dazu, sagte sie dann: “Kartoffeln, Zwiebel, Speck, Essig, Wasser, Zucker und Salz.”
Ihre Erzählungen fingen oft an mit: “As ick in Hannover wär” Jetzt ist alles Vergangenheit, aber viele Sachen bleiben einfach!!
Ich hatte doch Bratheringe eingelegt und dazu fiel mir Mamas Kartoffelsalat ein. Ich habe ihn gestern aus der Erinnerung heraus und etwas abgewandelt gekocht.
1 kg. Kartoffeln habe ich ungeschält in etwas gesalzenem Wasser in gut 20 Minuten gar gekocht, noch heiß abgepellt und in Scheiben geschnitten.
125 ml. heiße Brühe und 4 Esslöffel Essig dann darüber verteilt und umgerührt. So lange durchziehen lassen, bis die Kartoffeln die Flüssigkeit aufgesogen hatten, (etwa 15 Minuten).
In einer Pfanne 2 Eßlöffel Öl erhitzt und darin 1/2 klein geschnittene Zwiebel und 150 gr. Schinkenwürfel angebrutzelt. Statt des Schinkens kann man auch gut durchwachsenen Bauchspeck verwenden, ich hatte aber keinen im Haus. Beides noch heiß über die Kartoffeln gegeben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abgeschmeckt und noch einmal 30 Minuten ziehen lassen.
Wer den Salat lieber ganz warm essen möchte, stellt die Schüssel so lange in ein heißes Wasserbad.

Die Bratheringe haben in dem Sud etwas von ihrer Farbe verloren, aber geschmeckt haben sie zusammen mit dem Salat sehr gut, der Rest wird bestimmt nicht alt.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende, Eure Aunt Meggie.